Darlehen

Kreditrückzahlung – Welche Möglichkeiten Kreditnehmer haben, wenn es finanziell eng wird

Wer die Darlehensrate nicht zahlen kann, hat mehrere Möglichkeiten. Dabei hat man die Wahl einer Umschuldung, Raten stunden oder eine Restversicherung. Bei einer guten Planung und einem regelmäßigen Einkommen stellt es in der Regel kein Problem dar, die Darlehensraten zurückzuzahlen. Allerdings können unerwartete Ausgaben zum Beispiel eine langandauernde Erkrankung, Scheidung oder andere nicht vorhersehbare Ereignisse den Finanzplan ordentlich zum Schwanken bringen.

Die meisten Menschen in dieser Situation versuchen so lange wie möglich, finanzielle Engpässe irgendwie auszusitzen, bis am Ende gar nichts mehr geht. Umso wichtiger ist es, bei den ersten Anzeichen für finanzielle Schwierigkeiten zu handeln.

Der Kredit auf dem Girokonto ist ausgeschöpft

Sobald das Girokonto permanent am Anschlag ist und das Bezahlen der Rechnungen so lange wie möglich vor sich hingeschoben werden, wird die Situation brenzlig. Umso früher jetzt gehandelt wird, desto mehr Möglichkeiten hat man, aus dieser Situation herauszukommen.

Kassensturz, um finanzielle zu schaffen

Bevor man alle notwendigen Schritte einleitet, muss im ersten Schritt einen Überblick über die finanzielle Situation geschafft werden. Es kann zwar schwer sein, die desolate Lage auf dem Papier zu sehen, aber es müssen alle Einnahmen und Ausgaben sorgfältig aufgelistet werden. Auf diese Weise erkennt man schnell, welche Ausgaben wirklich notwendig sind und wo man Geld einsparen kann. Manchmal reicht es, alle nicht notwendigen Ausgaben zu streichen, damit Geld für die Darlehensraten frei wird. In den meisten Fällen reicht diese Maßnahme nicht aus.

Den Grund für die schlechte Bonität finden

In diesem Schritt wird genau hingeschaut und überprüft, wie es zu diesem Engpass gekommen ist. Handelt es sich um eine kurzfristige Angelegenheit, welche in wenigen Monaten wieder vorbei sein wird, zum Beispiel, weil eine teure Reparatur anfällt, welches das Konto leer geräumt hat oder handelt es sich bei dem finanziellen Engpass um einen Dauerzustand, welcher sich nicht so schnell ändern wird, zum Beispiel wenn es um eine schwere Krankheit, Arbeitslosigkeit oder eine Trennung handelt.

Raten des Darlehens aussetzen oder eine Zeit lang reduzieren

Bei einem kurzweiligen Engpass braucht man meist nur eine Stundung, um danach wieder ordnungsgemäß die Darlehensraten tilgen zu können. In diesem Fall sollte man als ersten Schritt einen Blick in den Kreditvertrag werfen. In vielen Verträgen ist es schon vorgesehen, dass einzelne Raten ausgesetzt werden können oder die Rückzahlung um eine bestimmte Zeit reduziert werden kann. Genau eine dieser Maßnahmen sollte schnellstmöglich in die Wege geleitet werden. Diese Option kann aber nur genutzt werden, wenn die Raten immer ordnungsgemäß beglichen wurden. Sollte man mit der Tilgung im Rückstand sein, gibt es diese Möglichkeit nicht mehr.

Mit dem Kreditgeber sprechen

Egal, ob es sich um ein Darlehen von der Bank oder um Kredit ohne Bank handelt, es muss so schnell wie möglich das Gespräch gesucht werden. Wenn die finanziellen Gründe gut argumentiert werden können und die Kreditgeber erkennen, dass sich die Situation wieder bessern kann, sind viele Institute bereit, bei der Rückzahlung entgegenzukommen. Allerdings funktioniert diese Möglichkeit auch nur, wenn die Raten stets ordentlich zurückgezahlt wurden. Sollte man bereits im Verzug sein, kann man nicht auf das Wohlwollen setzen.

Die Konditionen bei längeren Engpässen überprüfen

Wenn das Problem nicht in den Griff zu bekommen ist und die Raten auf Dauer nicht getilgt werden können, hilft ein Blick in den Vertrag. Viele Kredite sind mit einer sogenannten Restschuldversicherung verbunden. Diese Versicherung zahlt zum Beispiel bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und Tod des Versicherungsnehmers. Die Bedingungen für die Versicherung sind unterschiedlich und sollten immer genau überprüft werden. So kann sichergestellt werden, ob die Versicherung in diesem Fall eintreten kann. Hier kann ein Beratungstermin, zum Beispiel bei einer Schuldnerberatung oder bei der Verbraucherzentrale, hilfreich sein.

Umschuldung als Alternative

Sollte keine Versicherung bestehen, gibt es die Möglichkeit, das Darlehen umzuschulden und dabei eine längere Laufzeit zu vereinbaren. Durch die längere Laufzeit sinken die Monatsraten. Darüber hinaus kann man von dem besseren Zinssatz profitieren.


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